Hesselteich darf nicht abgeklemmt werden -Telekom liefert nicht und schweigt

Die Bundestagsabgeordnete Elvan Korkmaz hat nun die Initiative ergriffen und gemeinsam mit Anwohnerinnen und Anwohnern sowie der SPD-Versmold einen Fragenkatalog an die Telekom geschickt.

Viele Anwohner im Versmolder Ortsteil Hesselteich haben nach wie vor keinen Zugang zum Internet. Hinzu kommt nun, dass nach der anstehenden Umstellung vom analogen auf digitalen Anschluss ab Mai vermutlich noch weitere Haushalte abgehängt werden und kein Internet mehr nutzen können. Die Bundestagsabgeordnete Elvan Korkmaz hat nun die Initiative ergriffen und gemeinsam mit Anwohnerinnen und Anwohnern sowie der SPD-Versmold einen Fragenkatalog an die Telekom geschickt.

„Die Vergaben sind erfolgt, die Pläne scheinen zu stehen, es wird aber weder gebaut, noch werden die Bürgerinnen und Bürger vor Ort informiert. Für diese Verzögerung und den Kommunikationsmangel eines Kommunikationsunternehmens habe ich absolut kein Verständnis. Es geht hier um Daseinsvorsorge und ganz konkret um die Lebensqualität der Betroffenen.“, wird die stellvertretende Vorsitzende der NRWSPD Elvan Korkmaz deutlich.

Die Situation für die Anwohnerschaft in Hesselteich bleibt unbefriedigend. Zwar wurde die Lage durch die Stadtwerke Versmold mittels eines Richtfunknetzes entschärft, das gilt aber nicht flächendeckend für alle. Aufgrund der topografischen Lage ihrer Häuser besteht bei einigen Hesselteichern kein Sichtkontakt zu Richtfunkmasten und für sie bleibt daher der Zugang verwehrt.
Melanie Marländer, Mitglied des Ausschusses für Planung- und Stadtentwicklung der Stadt Versmold für die SPD und Anwohnerin im Hesselteich, bemängelt: „Es ist absolut nicht hinnehmbar, dass die Einwohner und Betriebe in Hesselteich und Siedinghausen quasi „abgeklemmt“ und damit abgehängt werden. Die Telefon- und Internetversorgung muss im 21. Jahrhundert genauso selbstverständlich sein, wie die Wasser- und Stromversorgung. Es geht dabei auch um die Attraktivität des Landes“

„Die Telekom muss ihre Ausbauplanungen endlich transparent veröffentlichen und eine realistische Zeitleiste nennen, darauf haben die betroffenen Bürgerinnen und Bürger einen Anspruch. Ein Anspruch auf einen Breitbandzugang sollte gesetzlich verankert werden. Es passt nicht zum wirtschaftlichen starken Deutschland, dass wir beim Breitbandausbau zu den Schlusslichtern in der EU gehören.“, ergänzt der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Patrick Schlüter.

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