Mit Input der Basis im Gepäck nach Berlin: Elvan Korkmaz interessiert an Meinungsbild zur Regierung – nicht nur bei Genossen

Parteimitglieder sollten in den Meinungsbildungsprozess von Mandatsträger frühzeitig eingebunden sein. So lebt es zumindest die SPD im Kreis Gütersloh und die örtliche Bundestagsabgeordnete Elvan Korkmaz.

Schon vor 14 Tagen initiierte Elvan Korkmaz eine Online-Meinungsabfrage für alle Bürgerinnen und Bürger, um zu erfahren, welches Regierungsmodell im Kreis Gütersloh favorisiert wird. Man habe schon mehr als 1000 Teilnehmer gezählt, berichtet die Abgeordnete stolz.

Parallel dazu hat Korkmaz aber auch alle SPD-Mitglieder des Kreises am Vorabend des Bundesparteitages eingeladen, um in vertraulicher Runde die Standpunkte der Genossinnen und Genossen zu einer Regierungskonstellation zu erfahren und zu diskutieren. Knapp 50 Sozialdemokraten tauschten sich bis in den späten Abend kontrovers aus. „Eine gelungene Veranstaltung, die zeigt, dass das Mitnehmen der Parteibasis für Elvan Korkmaz kein Wahlkampf-Schlagwort war“, resümiert eine Genossin aus Versmold.

„Bei der schwierigen Lage wird eins klar: Neuwahlen ist bei keiner Gruppe die beliebteste Option, genauso wenig wie die Neuauflage der Großen Koalition“, fasst Korkmaz die Umfrage und den Gesprächsabend zusammen. Verantwortung müsse man übernehmen und über Personaldebatten und die Partei-Taktik für eine nächste Wahl stellen, sagt die 32jährige Abgeordnete. Wie die Diskussion auf dem Parteitag in den nächsten Tagen ausgehe, werde man sehen. „Ich fühle mich jeden Falls für alle Diskussionen gut gerüstet. Neben vielen Positionen aus Berlin kenne ich nun auch die Meinungen der Kreis Gütersloher und meiner Parteikollegen“, sagt die stellvertretende NRWSPD-Vorsitzende vor ihrer Weiterfahrt nach Berlin mit dem Nachtzug.

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