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  • Rheda-Wiedenbrück, 21. März 2017

Berufsförderung geht in die Breite: „Guter Berufsstart für alle Jugendlichen“

Elvan Korkmaz besucht Premiere neuer internationaler Förderung bei Pro Arbeit
Elvan Korkmaz bei ProArbeit in Rheda-Wiedenbrück

Rheda-Wiedenbrück. „Alles dafür tun, dass Jugendliche eine Berufsperspektive bekommen!“ So beschreibt Elvan Korkmaz das Ziel des großen Landesprogramms „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA). Jetzt informierte sich die stellvertretende SPD-Landesvorsitzende über die KAoA-Weiterentwicklung bei Pro Arbeit e.V. in Rheda-Wiedenbrück. Das heimische Sozialunternehmen ist gerade mit KAoA-kompakt an den Start gegangen, einer Erweiterung für junge Geflüchtete und Immigranten in der 8. Klasse.

„Bei KAoA waren wir von Beginn an dabei – und jetzt engagieren wir uns auch mit Herzblut für die Arbeitsmarktintegration der jungen Menschen, die gerade erst zu uns gekommen sind“, sagt Pro Arbeit-Geschäftsführerin Brigitte Kaese. Pro Arbeit und ein lokaler Partner führen mit allen weiterführenden Schulen in Rheda-Wiedenbrück und Rietberg Projektwochen durch, in denen eine fachliche Potenzialanalyse und Berufsfelderkundung stattfindet. Das gleiche Ziel werde jetzt für die Integrationsklassen umgesetzt, so Kaese: „Mit den jungen Menschen, die noch nicht so gut Deutsch sprechen, arbeiten wir ihre Talente und beruflichen Interessen heraus. Dadurch motivieren wir sie zum Lernen und ermöglichen ihnen, schon in der 9. Klasse durch Praktika einen guten Bezug zum Arbeitsmarkt zu bekommen.“

Mit dem Landesförderprogramm ist Pro Arbeit sehr zufrieden: „Die Vorgaben und Ziele sind klar, richtig und realistisch“, urteilt die Pro Arbeit-Geschäftsführerin. Von der Politik erwartet sie, dass „solche Erfolgsmodelle gestärkt werden, statt noch weitere Projekte aufzusetzen“. Aus Sicht der SPD sicherte Korkmaz die volle Unterstützung zu: „Wir stehen in NRW dafür ein, dass KAoA in den nächsten Jahren wirklich alle Schulen erreicht. Wir wollen kein Kind zurücklassen und einen guten Berufsstart für alle Jugendlichen ermöglichen.“ Bisher haben mindestens 175.000 Schülerinnen und Schüler das Großprogramm durchlaufen. Die Folgen sind spürbar: Vielerorts konnten mehr junge Menschen in Ausbildung und Arbeit gebracht werden. Bis 2018 werden jährlich 500.000 Schülerinnen und Schüler KAoA durchlaufen. Korkmaz: „Schon heute ist das Programm ein Meilenstein der vorsorgenden Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen.“